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Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen

Das Bild zeigt den Echinger Stausee

Bayern-Entdecker
Stempelstation Nr. 43

Stempelstation: Mittlere Isarstauseen


Lage: Beobachtungsturm am südlichen Ufer des Echinger Stausees ,Höhe Weixerau, ca. 1.500 m westlich der Ortschaft Eching

Koordinaten:
48.50016, 12.037438

Das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ zählt zu den wichtigsten Wasservogel-Schutzgebieten Bayerns. Tausende von Wat- und Wasservögeln rasten hier alljährlich auf ihrem Zug ins Brut- bzw. Überwinterungsgebiet, überwintern oder mausern hier. Darüber hinaus dient das Gebiet zahlreichen bedrohten Arten als Brutplatz. Das knapp sechs Quadratkilometer umfassende Areal wurde daher zusätzlich als Vogelschutzgebiet in das NATURA 2000-Schutzgebietsnetz der Europäischen Union aufgenommen.

Die hohe Bedeutung der Mittleren Isarstauseen beruht vor allem auf dem Ausschluss von Störungen. So findet auf den Wasserflächen keinerlei Freizeitnutzung statt, die Wasservogeljagd ist zudem im gesamten Schutzgebiet untersagt.

Der Beobachtungsturm und der südliche Dammweg am Echinger Stausee bieten während des ganzen Jahres interessante Einblicke in die dortige Tierwelt.

Aufgrund der geringen Wassertiefen und des stark schwankenden Wasserpegels im Stausee kommt es regelmäßig zur Bildung von Schlamm- und Schlickflächen – ähnlich einem kleinen binnenländischen Wattenmeer. Viele Vogelarten, vor allem Watvögel und Gründelenten, sind auf solche Schlamm- und Flachwasserbereiche zur Nahrungssuche angewiesen. Für durchziehende Vögel sind diese Flächen aus weiter Entfernung erkennbar und werden zur Rast gezielt angeflogen.
Aufgrund der schwankenden Pegel, verbunden mit der permanenten Durchströmung des Sees, vereist die Wasserfläche nur in sehr strengen Wintern. Für hier überwinternde Wasservögel ist dies von großem Vorteil. Ungünstig sind dagegen die schwankenden Wasserstände für Brutvögel in den Schilfzonen, da Gelege bei Niedrigwasser von Land her für Beutegreifer zugänglich und bei sehr hohen Pegeln von Überflutung bedroht sind. Trotzdem brütet hier eine Reihe seltener Arten erfolgreich, so etwa die heimlich lebende Wasserralle. Die große Wasserpflanzenteppiche, die sich meist im Spätsommer entwickeln, sind Nahrungsgrundlage für viele hier rastende bzw. mausernde Wasservögel, aber auch Brutplatz des seltenen Schwarzhalstauchers.

Westlich der Ortschaft Eching verläuft auf einer Länge von ca. 700 m zunächst eine wenig befahrene Gemeindeverbindungsstraße mit Gehweg entlang des Südufers des Stausees. Auf dem für motorisierte Fahrzeuge gesperrten Dammweg wird der Beobachtungsturm nach weiteren ca. 800 m erreicht. Der Dammweg ist beschränkt rollstuhltauglich.

Entlang des Dammweges begleiten die Besucher Naturerkundungsstationen. Sie informieren über dort vorkommende Lebensräume und Arten.
Die interaktive Konzeption der Stationen lädt dazu ein, die Sinne zu schärfen und einen neuen Blick für die Schönheiten und Raritäten am Wegesrand zu gewinnen. Die Stationen erlauben das Ausprobieren und Experimentieren in der Natur und leiten zum Handeln, Forschen und praktischen Naturschutz an.

Weitere Informationen finden Sie im Infohäuschen in Eching, sowie am Vogelbeobachtungsturm am Echinger Stausee auf Höhe Weixerau. Wer sich zudem mit dem Schutzgebiet näher beschäftigen möchte, kann die 24-seitige Schutzgebietsbroschüre „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ kostenlos beim Landkreis Landshut anfordern.


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Kontakt Landkreis Landshut